Du kennst das: Die nächste Session ist in einer Stunde, du blätterst hastig durch deine Notizen vom letzten Mal, und irgendwo zwischen Kaffee und Kalender merkst du, dass du eigentlich keine Ahnung mehr hast, wo dein Klient gerade wirklich steht. Die Vorbereitung bleibt oberflächlich, weil die Zeit fehlt. Das Klienten-Tracking ist eine Excel-Tabelle, die du seit Monaten nicht mehr richtig gepflegt hast. Und ein neues Programm zu entwickeln? Das kostet dich locker zwei bis drei Tage. Das ist nicht nachhaltig – und du weisst es.
KI kann das ändern. Nicht mit Zauberei, sondern mit konkreten Tools, die du heute noch nutzen kannst.
Hier kommt Claude (von Anthropic) ins Spiel. Kopiere deine rohen Session-Notizen einfach rein und gib ihm einen klaren Auftrag:
- Erstelle ein strukturiertes Klientenprofil mit Kernthemen, Mustern und offenen Punkten.
- Fasse die emotionale Entwicklung der letzten drei Sessions in fünf Sätzen zusammen.
- Welche Themen tauchen immer wieder auf? Wo gibt es Widersprüche?
Das Resultat ist kein Ersatz für deine Intuition als Coach – aber es ist eine solide Grundlage, die dir in zehn Minuten gibt, was vorher eine halbe Stunde gedauert hat. ChatGPT funktioniert dafür genauso gut, wenn du es gewohnt bist. Wichtig: Anonymisiere die Notizen vorher, und lade keine Klarnamen in externe Tools hoch. Datenschutz ist auch in der Schweiz kein Witz.
Personalisierte Workbooks in unter einer Stunde generieren
Ein gutes Workbook für ein neues Programm zu erstellen, das zu einem spezifischen Klienten passt – das ist normalerweise Arbeit von Tagen. Recherche, Struktur, Übungen, Reflexionsfragen, Layout-Ideen. Viele Coaches verzichten deshalb darauf, oder sie recyceln immer dasselbe Dokument.
Mit ChatGPT oder Claude geht das deutlich schneller. Du gibst an:
- Das Ziel des Programms (z.B. Selbstvertrauen im Berufsalltag stärken)
- Die Ausgangssituation des Klienten (Führungskraft, 38 Jahre, introvertiert, neues Team)
- Die Dauer und Struktur (6 Wochen, wöchentliche Sessions)
- Den Stil (direkt, praxisnah, keine langen Texte)
Innerhalb von Minuten hast du einen ersten Entwurf mit Modulen, Reflexionsfragen und konkreten Übungen. Du musst ihn noch anpassen und mit deiner eigenen Methodik füllen – aber der leere Bildschirm ist weg. Für die Recherche zu spezifischen Themen (z.B. aktuelle Studien zu Führungsverhalten) nutze zusätzlich Perplexity. Das Tool sucht im Web und gibt dir direkt Quellen mit – deutlich zuverlässiger als ein KI-Modell, das einfach etwas erfindet.
Fortschritts-Tracking ohne Excel-Chaos
Die Excel-Liste mit Klientennamen, Datum, Notiz und „Status: irgendwie okay“ ist für viele Coaches Realität. Sie sagt dir nicht, wer gerade wirklich vorankommt, wer feststeckt, und wer schon länger keine Hausaufgaben mehr erledigt hat.
KI hilft hier auf zwei Arten:
- Strukturierung: Lass ChatGPT aus deinen losen Notizen ein einheitliches Tracking-Format entwickeln – mit Feldern, die für deine Coaching-Methode wirklich relevant sind.
- Auswertung: Wenn du regelmässig kurze Update-Texte zu jedem Klienten pflegst, kann Claude dir am Ende des Monats eine Zusammenfassung erstellen: Wer hat Fortschritte gemacht? Wo stagniert jemand? Welche Muster siehst du über alle Klienten hinweg?
Fortgeschrittener: Mit Tools wie Notion AI kannst du eine Datenbank aufbauen, die direkt mit KI verknüpft ist. Du schreibst deine Session-Notizen dort rein, und das System hilft dir, den Überblick zu behalten. Kein Riesenaufwand beim Setup – aber ein Upgrade gegenüber der Tabelle.
So startest du in 24 Stunden
Du musst nicht alles auf einmal umstellen. Fang mit einem einzigen Schritt an:
- Heute: Öffne ChatGPT oder Claude (beide haben kostenlose Versionen). Nimm die Notizen deiner letzten Session und bitte das Tool, ein strukturiertes Klientenprofil daraus zu erstellen.
- Diese Woche: Entwickle mit KI-Unterstützung einen ersten Entwurf für ein Workbook oder eine Session-Agenda, die du normalerweise manuell baust.
- Diesen Monat: Bau ein einfaches Tracking-System auf – ob in Notion, Word oder einer besseren Excel-Vorlage, die du dir von ChatGPT erstellen lässt.
Der Schlüssel ist nicht das perfekte Setup. Es ist das Dranbleiben. Wer KI einmal in den Arbeitsalltag integriert hat, will nicht mehr ohne.
Bereit, mehr aus deiner Coaching-Arbeit herauszuholen?
Die Tools sind da. Die Lernkurve ist kleiner, als du denkst. Und die Zeit, die du sparst, kannst du direkt in bessere Sessions, mehr Klienten oder einfach mehr Feierabend investieren – ganz wie du magst.
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