KI fuer Journalisten
Recherche, Interviews und Texte in Profi-Geschwindigkeit.
Das Problem
Recherche frisst halbe Woche. Interview-Transkripte manuell. Headlines die wirklich klicken Bauchgefuehl. Deadline-Druck und du brauchst jeden Vorteil.
100 Quellen in 10 Minuten gescannt
Interview-Transkripte automatisch zusammengefasst
Headlines getestet bevor publiziert
Die ersten 3 Seiten des eBooks
Damit du genau weisst was dich erwartet bevor du kaufst.
Vorwort: KI ist nicht die Zukunft – sie ist dein Montag
Mal ehrlich: Wie viel Zeit hast du letzte Woche mit Recherche verbracht? Mit dem manuellen Durchklicken von Studien, Behördenwebsites und Medienmitteilungen? Mit dem Abhören von Interview-Aufnahmen, Wort für Wort? Und dann die Headlines – drei Varianten gebastelt, eine genommen, und gehofft, dass sie zieht?
Das ist kein Einzelfall. Das ist der Alltag von Journalistinnen und Journalisten in der Schweiz. Deadline-Druck, knappes Personal, und trotzdem soll jede Story sitzen. Die gute Nachricht: KI kann dir einen riesigen Teil dieser Arbeit abnehmen – heute, nicht irgendwann.
Dieses eBook ist kein Tech-Manifest und kein akademisches Lehrbuch. Es ist ein praxisnaher Werkzeugkasten für Leute, die jeden Vorteil brauchen, den sie kriegen können. Du musst keine Programmiererin sein, kein Informatiker. Du musst nur wissen, welche Tools existieren, wie du sie anwendest – und wo die Grenzen sind.
In den nächsten Seiten zeige ich dir, wie du:
- 100 Quellen in 10 Minuten scannst statt in zwei Tagen
- Interview-Transkripte automatisch zusammenfassen lässt
- Headlines testest, bevor du sie publizierst – datenbasiert statt nach Bauchgefühl
Kein Fachchinesisch, keine leeren Versprechen. Nur konkrete Anwendungen, die du nach der Lektüre direkt ausprobieren kannst. Dein nächster Artikel wartet – fangen wir an.
Die 3 KI-Anwendungen, die deinen Alltag wirklich verändern
Es gibt hunderte KI-Tools da draussen. Die meisten brauchst du nicht. Diese drei hier schon.
1. Recherche auf Speed: 100 Quellen, 10 Minuten
Du recherchierst für einen Artikel über die Schweizer Rentenpolitik. Normalerweise: Tabs aufmachen, scrollen, copy-pasten, irgendwie den Überblick behalten. Mit Tools wie Perplexity AI oder ChatGPT mit Websuche gibst du eine präzise Frage ein – und kriegst eine strukturierte Zusammenfassung mit Quellenangaben zurück. Beispiel: «Fasse die wichtigsten wissenschaftlichen Studien zur AHV-Reform der letzten 3 Jahre zusammen, inklusive Quellen.» Was früher einen halben Tag gedauert hat, dauert jetzt 10 Minuten. Die Verifikation machst du trotzdem selbst – aber du weisst, wo du hinschauen musst.
2. Interview-Transkripte: Nie wieder manuell abtippen
Du führst ein 45-minütiges Interview. Früher: Aufnahme nochmal anhören, alles abtippen, Zitate raussuchen. Heute: Audiodatei in Whisper (OpenAI, kostenlos) oder Otter.ai hochladen – und du hast in Minuten ein sauberes Transkript. Danach lässt du ChatGPT die fünf stärksten Zitate und die Kernaussagen herausfiltern. Fertig.
3. Headlines, die wirklich klicken – kein Raten mehr
Du schreibst fünf Headline-Varianten, gibst sie in ChatGPT ein und fragst: «Welche dieser Headlines erzeugt die meiste Neugier bei einer urbanen Schweizer Zielgruppe zwischen 30 und 45? Begründe kurz.» Du kriegst eine Einschätzung mit Argumenten – kein Ersatz für dein journalistisches Urteil, aber ein starker zweiter Blick.
- Recherche: Perplexity AI, ChatGPT mit Websuche
- Transkription: Whisper, Otter.ai
- Headlines: ChatGPT, Claude
Schritt für Schritt: 100 Quellen in 10 Minuten scannen
Lass uns den ersten Use-Case konkret durchspielen. Du brauchst nur einen Browser und ein kostenloses Konto bei Perplexity AI oder ChatGPT.
Schritt 1: Die richtige Frage formulieren
Vergiss vage Suchanfragen. KI funktioniert besser, je präziser du bist. Statt «Schweizer Gesundheitssystem» schreibst du: «Was sind die fünf grössten Kritikpunkte am Schweizer Krankenkassensystem, die in den letzten 18 Monaten in Fachberichten und Medien diskutiert wurden? Nenne jeweils die Quelle.»
Schritt 2: Quellen sofort prüfen
Perplexity zeigt dir direkt Links zu den verwendeten Quellen. Klick auf die wichtigsten drei – nicht alle, nur die relevantesten. Prüfe: Stimmt die Zusammenfassung mit dem Originaltext überein? In 80% der Fälle ja. In 20% musst du nachbessern. Das ist immer noch schneller als alles selbst zu lesen.
Schritt 3: Tiefer bohren mit Follow-up-Fragen
Das Gespräch mit der KI ist kein Einmal-Ping. Frag nach: «Gibt es dazu konkrete Zahlen aus der Schweiz? Welche Kantone sind besonders betroffen?» So arbeitest du dich in 10 Minuten von der Übersicht zur Tiefe.
Schritt 4: Deine Recherche-Notiz erstellen
Lass dir zum Schluss eine strukturierte Zusammenfassung ausgeben: «Fasse das Wichtigste in 5 Bullet Points zusammen, die ich als Grundlage für meinen Artikel nutzen kann.» Copy, paste, los.
- Tool: Perplexity AI (kostenlos unter perplexity.ai)
- Zeit: 10–15 Minuten statt 3–4 Stunden
- Wichtig: Immer Originalquellen spot-checken – KI ist dein Assistent, nicht dein Fakten-Chef
Im nächsten Kapitel geht’s ans Transkribieren – und warum du Whisper nach dem ersten Versuch nie mehr missen willst.