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KI für Barrierefreiheit: Digitale Inklusion in der Schweiz voranbringen

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Die Schweiz hat sich zur Förderung der Inklusion verpflichtet – das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) setzt klare Massstäbe. KI-Technologien können massgeblich dazu beitragen, digitale Barrieren abzubauen und Menschen mit Behinderungen mehr Teilhabe zu ermöglichen.

KI-gestützte Screenreader und Bildbeschreibung

Für sehbeeinträchtigte Menschen sind KI-basierte Bildbeschreibungstools ein Durchbruch. Systeme wie Microsoft Seeing AI oder die automatische Alt-Text-Generierung in sozialen Medien beschreiben Bilder in Echtzeit. Schweizer Unternehmen, die Websites betreiben, können KI nutzen, um automatisch WCAG-konforme Alt-Texte zu generieren.

  • Live-Untertitelung bei Videokonferenzen (Teams, Zoom) auf Hochdeutsch und Mundart
  • Automatische Transkription von Videos und Podcasts
  • Echtzeit-Untertitelung in mehreren Sprachen für mehrsprachige Veranstaltungen
  • Konversion von Sprache in Gebärdensprache durch KI-Avatare (noch in Entwicklung)

Schweizer Kontext: SRG und öffentlicher Rundfunk

Die SRG SSR nutzt KI bereits für die automatische Untertitelung von Sendungen. Ziel ist es, alle Inhalte zugänglich zu machen – ein Schritt, der durch KI erheblich beschleunigt wird.

KI für kognitive Barrierefreiheit

Menschen mit kognitiven Einschränkungen profitieren von:

  • KI-Tools, die komplexe Texte in einfache Sprache umwandeln
  • Automatischer Vereinfachung von Behördenformularen und Vertragstext
  • KI-gestützten Navigationsassistenten für digitale Plattformen
  • Sprachgesteuerten Interfaces als Alternative zu komplexen Menüstrukturen

Mobilität und assistive Technologien

KI-gestützte Apps helfen Menschen mit körperlichen Einschränkungen:

  • Barrierefreie Routen und rollstuhlgängige Wege finden
  • Sprachsteuerung für Smartphones und Computer optimieren
  • Augmentative und alternative Kommunikation (AAC) verbessern

Anforderungen für Schweizer Unternehmen

Das BehiG verpflichtet Unternehmen mit öffentlichem Auftritt zur Barrierefreiheit. Die WCAG 2.1-Richtlinien definieren konkrete Standards. KI-Tools können helfen, bestehende Websites automatisch auf Barrierefreiheit zu prüfen und Verbesserungsvorschläge zu generieren.

Fazit

KI ist ein mächtiges Werkzeug für mehr Inklusion in der Schweiz. Unternehmen, die KI für Barrierefreiheit einsetzen, tun nicht nur Gutes – sie erschliessen auch neue Kundengruppen und erfüllen gesetzliche Anforderungen. Eine Investition, die sich mehrfach auszahlt.

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